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Förderung der Kreativität als Führungsaufgabe

Autor: 
Harald Schmid

Es ist Führungsaufgabe, das kreative Potenzial einer Organisation konstruktiv zu nutzen. Kreativität darf nicht, weil sie zum Teil unbequem ist, bestraft und unterdrückt werden.

Kreativität bedeutet:

  • konstruktiv gegen Regeln denken
  • ausgetretene Pfade verlassen und Informationen austauschen
  • ganzheitliches Denken und kombinieren
  • "spinnen" im positiven Sinn
  • produktive Unzufriedenheit mit dem Bestehenden

Der Kreative hat:

  • Ausstrahlung und Leistungslust
  • Motivation und hohes Denktempo
  • eine originelle Art mit Problemen umzugehen
  • geistige Geschmeidigkeit und Beweglichkeit
  • Widerspruchsgeist, usw.

Zitate:

  • "Menschen und ihre Kreativität sind der kostbarste Rohstoff der Zukunft" (Gertrud Höhler)
  • "Phantasie ist wichtiger als Wissen" (A. Einstein)
  • "Allen Fortschritt verdanken wir den Unzufriedenen: Zufriedene lieben keine Veränderung" (Salv. Quasimodo)

Der Kreative entlarvt falsche Arbeitszusammenhänge. Er lässt sich nicht auf einen Arbeitsplatz knechten, auf dem er zu funktionieren hat wie eine Maschine. Die Reibung an den herrschenden Systemen ist ein wichtiges Stimulans für den Kreativen. Kreativität ist "Neues" gestalten; Kreativität ist ein wesentliches Element von Optimierungsprozessen.

Zur Lösung von komplexen Aufgabenstellungen in der Bauwirtschaft eignet sich in besonderem Maße die VODKA-Methode (Visuell Organisierte Dynamische Konstruktive Assoziation). Diese Kreativitätsmethode ist eine Kombination aus dem Brainstorming und der 635-Methode. Dabei werden in mehreren kleinen Gruppen Bilder und Skizzen zu einer konkreten Fragestellung z. B. im planerischen oder konstruktiven Bereich auf Flipchart-Blätter gezeichnet. Die Gruppen wechseln von Flipchart zu Flipchart, wobei die Ideen der Vorgängergruppen als Assoziationen verwendet werden.

Weitere Informationen: Harald Schmid, schmid[at]berater-team-bau[dot]de