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Akquise-Tipp: Mitarbeiter zu Mitdenkern machen

Autor: 
E. Rüdiger Weng

Der Handwerker hatte die alten Türen angesehen, neue bestellt, ausgebaut und dann am Morgen des Einbaus bemerkt, dass die Türen mit 5 cm Rahmen bestellt wurden, die alten Rahmen aber eine Breite von 6 cm hatten. Das hat Geld und Nerven gekostet für Auftragnehmer und Auftraggeber. Beispiel neue Küche: Ein Teil-Tür-Element eines hohen Einbauschranks musste aufgrund eines kleinen Schadens ausgetauscht werden. Das neue Türelement wurde anstandslos bestellt, geliefert und vom Handwerker eingebaut. Die Hausfrau sah auf den ersten Blick, dass jetzt etwas nicht stimmt. Die Außenfarbe passte, aber das Türelement hatte innen nicht die Farbe weiß. Das hätte dem Handwerker eigentlich sofort auffallen müssen. Hat er doch das neue Türelement direkt an das bestehende angeschraubt. So hat er eine Stunde montiert und muss jetzt den ganzen Vorgang noch einmal wiederholen: bestellen, ausbauen, einbauen. Kosten! Oder der Maler: Die Fensterleibungen waren nicht annähernd im rechten Winkel verputzt. Der Maler merkte es nicht, der Lieferant der Küchenarbeitsplatte sofort. Also Leibung entfernen und neu machen. Zu Lasten des Handwerkers.

Fehler passieren. Das geht mir auch so, aber zuerst denken und dann handeln wäre angebracht.

Tipp

Bestrafen Sie nicht die Fehler Ihrer Mitarbeiter. Schaffen Sie ein Klima, dass Fehler ausgesprochen und diskutiert werden. Prämieren Sie den dümmsten Fehler des Monats. Nur so schaffen Sie es, dass immer weniger Fehler passieren und die Mitarbeiter sensibilisiert werden. Falls allerdings der gleiche Fehler zwei Mal passiert, sind Konsequenzen unumgänglich. Denn eine Spielwiese sind Unternehmen nicht.

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